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„Was muss denn passieren, ehe man bei Ihnen rausfliegt?“ – Christoph Heinemann interviewt Stefan Liebich, einen Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, im Deutschlandfunk zum Antisemitismus in den Reihen der Linken (zum Manuskript des Beitrags geht es hier). Ein hierzulande selten gewordenes Beispiel für guten Journalismus, denn Heinemann lässt sich mit den kläglichen Ausflüchten und windelweichen Erklärungen Liebichs nicht abspeisen, sondern er setzt nach, insistiert und spitzt zu – wodurch der Parlamentarier immer tiefer im Morast seiner eigenen Scheinheiligkeit versinkt. Am Ende des Gesprächs ist deutlich geworden: Dass es in der Linkspartei Antisemitismus gibt (und zwar nicht zu knapp), leugnen nicht nur offene Israelfeinde wie Inge Höger und Norman Paech, sondern letztlich auch vermeintliche Israelfreunde wie Stefan Liebich (und Gregor Gysi).
20. Juni 2011
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"Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob die fantastische Frau Höger wirklich auf der ‘Mavi Marmara’ war oder ob es sich ebenfalls um einen Irrtum handelte, den sie erst bemerkte, als die Israelis das Schiff stürmten. Das heißt, an Bord war sie schon, aber es könnte dennoch ein Irrtum gewesen sein, weil sie eigentlich eine KdF-Reise nach Prora auf Rügen machen wollte, ein Fraktionsmitarbeiter aber statt ‘Prora’ irgendwie ‘Marmara’ verstanden und sie falsch gebucht hatte. Vermutlich handelte es sich um denselben Mitarbeiter, der auch den für eine interne Diskussion bestimmten Text geschrieben und unter Frau Högers Namen irrtümlich online gesetzt hatte."
Henryk M. Broder verarztet auf der Achse des Guten die Dauerpatientin Inge Höger, MdB für die Linkspartei und Kreuzfahrerin wider den jüdischen Staat.
28. April 2011
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"Offensichtlich läuft die Aufforderung an Israelis, doch bitte die Schnauze zu halten und zurück nach Auschwitz zu gehen, für die drei Linksparteipolitiker unter dem Label der legitimen Kritik an der israelischen Besatzungspolitik ®. Von wegen: Auschwitz und Antisemitismus sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Eine Logik, nach der man Nationalsozialisten auch als besonders engagierte Globalisierungskritiker bezeichnen könnte, die sich vor allem um den Fortbestand indigener Völker (Arier etc.) sorgten."
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"In der DDR, deren Erbe die LINKE verwaltet, konnte man sehr wohl Antisemit und zugleich Antifaschist sein. In der LINKEN wird dieselbe Arbeitsteilung praktiziert. Während Norman Paech mit seinen islamistischen Freunden, die ganz Palästina von der zionistischen Besatzung befreien möchten, nach Gaza schippert, fährt Petra Pau zu einer Antisemitismus-Konferenz nach Jerusalem. Der eine mobilisiert die Basis, die andere sorgt für das Image."