"Gilad ist von der Armee an die Grenze zum Gazastreifen geschickt worden und dort in die Hände der Hamas gefallen. Er ist als Soldat gefangen genommen bzw. als Geisel genommen worden, und als Soldat kehrt er wieder. Es war nicht aus Erbarmen mit dem privaten Leid der Familie, dass Netanyahu den Deal mit der Hamas abgeschlossen hat, sondern es ist Teil des ‘ungeschriebenen Vertrags’, die das Überleben Israels sichert. Die Söhne und Töchter des Landes ziehen Uniform an und bringen sich in Gefahr. Sie haben keine Wahl. Wir haben keine Wahl. Aber wir können das nur verlangen, wenn wir bereit sind, sie auch um einen hohen Preis nach Hause zu bringen. Dieses Bild ist also wichtig für alle israelischen Haushalte, in denen Uniformhemden auf dem Bügel hängen und Stiefel im Eingang vor sich hin müffeln."
Lila, die Betreiberin des Blogs Letters from Rungholt, erläutert auf Spirit of Entebbe, warum es so wichtig ist, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu dem – endlich – freigelassenen Gilad Schalit so begegnet ist, wie er ihm begegnet ist. Ein grandioser, bewegender Text.
Gilad Schalit ist frei. Endlich. Der Preis ist hoch, sehr hoch, und dennoch: Endlich. Wer besser verstehen will, warum Israel keinen seiner Bürger im Feindesland zurücklässt – selbst wenn es dafür über tausend Terroristen, darunter verurteilte Judenmörder, auf freien Fuß setzen muss –, der möge sich diesen kurzen Film anschauen.