Lizas Logbuch |
Das Tumblelog von Lizas Welt |
Zu sehen war es bereits in der dritten Folge von Entweder Broder, aber aktuell bekommt das Ganze noch einmal einen besonderen Drive: Wessen Konterfei ziert da das Mousepad von Norman Paech? Na?

Ganz richtig, es ist Muammar al-Gaddafi, dem der Herr Völkerrechtler jeden Tag zärtlich mit der Maus übers Antlitz fährt:

Ein Skandal? Nö. Nur konsequent.
Screenshots: Lizas Welt. Herzlichen Dank an H.B. für den Hinweis.
23. Februar 2011
Jetzt, wo Gaddafi womöglich dem Ende seiner tyrannischen Herrschaft entgegensieht, sollte noch einmal daran erinnert werden, dass ein deutscher Eishockeyklub einst für sein „Grünes Buch“ warb:
Als der Konkurs [des ECD Iserlohn] zu Beginn des Monats unabwendbar erschien, wurde den Spielern geraten, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Schon zu dem Zeitpunkt kursierte das Gerücht, [der Vereinsvorsitzende] Weifenbach sei mit dem Hemeraner Alt-Bürgermeister Hans Meyer nach Libyen geflogen, um einen millionenschweren Sponsorenvertrag mit Muammar al-Gaddafi zu schließen. Am 4. Dezember 1987 kam es dann zu einem einmaligen Eklat im deutschen Sport. Der ECD Iserlohn lief mit Trikotwerbung vom „Grünen Buch“ im Bundesliga-Spiel gegen den SB Rosenheim auf. Führende Bundespolitiker griffen ein, der damalige Innenminister Friedrich Zimmermann (CSU) sprach von politischem Missbrauch des Sports. Selbst renommierte US-Zeitungen wie die New York Times berichteten, und der damalige Bundestrainer Xaver Unsinn kritisierte die Situation in Iserlohn folgendermaßen: „Der Sport darf nicht dazu da sein, kriminelle Elemente und den Terrorismus zu unterstützen. […] Ich sähe mein ganzes Engagement als Bundestrainer gefährdet.“ Am 6. Dezember fand gegen Frankfurt (3:7-Niederlage) das letzte Spiel des ECD Iserlohn wieder in den „alten“ Trikots statt. Der DEB hatte zuvor mit Lizenzentzug gedroht, sollte erneut für das Grüne Buch geworben werden.
Der ECD Iserlohn heißt jetzt Iserlohn Roosters. Mit einer einfachen Umbenennung wird Gaddafi nicht davonkommen. Hoffentlich.
22. Februar 2011