Lizas Logbuch |
Das Tumblelog von Lizas Welt |
Erneut eine grandiose Aktion des AC Milan, nachdem die Mannschaft infolge rassistischer Beleidigungen gegen Kevin-Prince Boateng im Testspiel beim Viertligisten Pro Patria bereits geschlossen den Platz verlassen hatten. Props, credits und allen Respekt dieser Welt! (Foto via Matt Barker.)
Di nuovo una azione eccezionale del Milan, dopo che la squadra lasció il campo nella partita amichevole contra il Pro Patria per insulti razzisti nei confronti di Kevin-Prince Boateng. Props, credits é con tutto il rispetto del mondo!
Herzlichen Dank für die Übersetzung an @LLcurly von der Gazzetta di Kalk.
6. Januar 2013
Nick Hornby: Epilog.
16. Dezember 2012
Bislang unveröffentlichte Ausschnitte aus dem Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft des Jahres 1932 zwischen dem FC Bayern München (weiße Trikots) und Eintracht Frankfurt. Das Spiel fand am 12. Juni 1932 im Städtischen Stadion Nürnberg statt und endete 2:0. Es war der erste Deutsche Meistertitel für den heutigen Rekordmeister und das letzte Meisterschaftsendspiel vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.
Das Filmmaterial entstammt dem Nachlass der vor den Nazis nach New York geflohenen Frankfurter Bildhauerin Erna Weill (1904–1996) und ist beim Leo-Baeck-Institut in New York archiviert. Auf der Video-Plattform »Vimeo« findet sich eine kürzere Fassung des Bildmaterials zum Spiel; dort fehlt aber beispielsweise das hier bei 2:14 zu sehende Elfmetertor zum 1:0 für den FC Bayern durch Oskar »Ossi« Rohr (weshalb ich mir erlaubt habe, das gesamte vorliegende Rohmaterial zum Spiel zusammenzuschneiden und hochzuladen). Im auf »Vimeo« veröffentlichten Text zu den Videosequenzen heißt es:
In 1932, FC Bayern München faced Eintracht Frankfurt in the German Championship football match on June 12, 1932 at the Städtisches Stadion in Nuremberg. The game was a repeat of the southern-German title game that spring, in which Eintracht Frankfurt won 2:0. Munich turned the tables on Frankfurt to win their first German title 2:0.
At the time, FC Bayern München’s president was Kurt Landauer, a Jewish entrepreneur who had played for the club in his youth. Landauer was a pioneer in the professionalization of German football, which made him and his club a special target for the Nazis, who pursued an explicit policy for the re-amateurization of sports. Forced to resign in 1933 and arrested and deported to Dachau in 1938, Landauer emigrated and spent the war years in Switzerland. In 1947, he returned to Munich for a third tenure as the President of FC Bayern München.
This film, shot on 16mm reels, is in the archival collection of Erna Weill at Leo Baeck Institute. Weill, Erna, (1904-1996) was a sculptor from Frankfurt, Germany who studied with August Rodin and emigrated to New York to escape persecution by the Nazi regime.
The EAD finding aid for the Erna Weill Collection is online at: http://bit.ly/T29M3L
Einige biografische Angaben zu Erna Weill (zu finden auf der Website des Leo-Baeck-Instituts):
Erna Weill née Helft was born in 1904 in Frankfurt am Main. She studied sculpture with Helene von Beckerath, a student of August Rodin, at the University of Frankfurt. She married the chemist Ernst Weill, and the couple had two children: Peter Weill, born in 1926, followed two years later by Ruth Weill. The family fled Germany in 1936 for Switzerland, and immigrated to the United States in 1937. Erna Weill stayed in the New York City area, where she worked as a sculptor and art teacher. Next to busts of various famous people, her sculptures were connected to the American Civil Rights Movement and the world of Judaism. In addition to working as an art teacher in public schools, she also had her own art school where she applied progressive teaching methods. Erna Weill died in 1996.
Statistische Daten zum Spiel:
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)
Datum: 12. Juni 1932
Stadion: Städtisches Stadion, Nürnberg
Zuschauer: 55.000
Schiedsrichter: Alfred Birlem (Berlin)
Tore: 1:0 Rohr (36., Elfmeter), 2:0 Krumm (75.)
FC Bayern München: Josef Lechler – Konrad Heidkamp, Sigmund Haringer – Ernst Nagelschmitz, Ludwig Goldbrunner, Robert Breindl – Josef Bergmaier, Franz Krumm, Oskar Rohr, Hans Schmid, Hans Welker; Trainer: Richard »Dombi« Kohn
Eintracht Frankfurt: Ludwig Schmitt – Franz Schütz, Hans Stubb – Rudolf Gramlich, Bernhard Leis, Hugo Mantel – Fritz Schaller, Theodor Trumpler, Karl Ehmer, Walter Dietrich, August Möbs; Trainer: Paul Oßwald
14. Oktober 2012
Choreografie beim Spiel des FC Bayern München gegen Mainz 05 zu Ehren der ersten Meisterschaft des FC Bayern im Jahr 1932. [via]
24. September 2012
Ein Ohrwurm from hell, ohne Zweifel: das »Bayern-Menuett«, im Jahre 1980 aufgenommen von den – da perlt der Wortwitz – »Viel-Harmonikern«. »Deutsch-Vaudeville auf der Basis eines Menuetts von Luigi Boccherini«, heißt es im Booklet zur CD »Spitzenreiter! 22 goldene Fußballklassiker«, auf der sich dieser Song befindet; »vorgetragen im Stil der mittleren Comedian Harmonists, angewandt auf die mittleren Bayern kurz vor dem Mittelalter des deutschen Fußballs«. Ja, so könnte man das sagen. Die arme Lieselotte.
4. September 2012
[via Johann Jacoby]
29. Juni 2012
8. Juni 2012
Ein paar fragmentarische, unsortierte Gedanken zur Gegenwart und Zukunft meines Lieblingsklubs anlässlich des ernüchternden 0:1 beim FC Basel gestern Abend:
Es kommt mir so vor, dass bei meinem Lieblingsklub mittlerweile vieles Stückwerk geworden ist und dass die Verantwortlichen viel zu stark einem Denken und Handeln verhaftet sind, das vor zehn, zwölf Jahren noch auf der Höhe der Zeit war, heute aber nicht mehr. Zwar wird der FC Bayern durch sein »Festgeldkonto«, auf das mit fast schon penetrantem Stolz immer wieder hingewiesen wird, in den nächsten Jahren vielleicht immer mal wieder in der Lage sein, für einen Kader zu sorgen, der die Deutsche Meisterschaft einfährt. Aber das würde nur verdecken, dass etwas Grundsätzliches im Argen liegt. Und da stinkt der Fisch, wenn ich mich nicht täusche, vom Kopf her.
23. Februar 2012
Charly Dörfel imitiert ein Schwein. Ein unschlagbares Stück.
4. Januar 2012
Kleines Gewinnspiel: Am 20. Dezember 2006, also gestern vor fünf Jahren, schied der FC Bayern mit einem 2:4 bei Alemannia Aachen aus dem DFB-Pokal aus. Für den Torwart der Münchner endete damit eine kleine, aber feine Serie. Welche?
Zu gewinnen gibt es den Fußball-Taschenkalender des Verlags Die Werkstatt. Lösungsvorschläge können bis zum 22. Dezember 2011 um 12.00 Uhr entweder per E-Mail oder via Twitter (@LizasWelt) eingereicht werden. Unter den richtigen Einsendungen wird dann die Gewinnerin bzw. der Gewinner ausgelost. (Dass der viel beschworene Rechtsweg ausgeschlossen ist, versteht sich von selbst.)
21. Dezember 2011
Und hier die Auflösung: Michael Rensing (er stand bei dieser Partie im Tor) verlor erstmals ein Spiel mit den Bayern-Profis; zuvor war er in 16 Einsätzen (zwölf in der Bundesliga, drei im Pokal und einer in der Champions League) unbesiegt geblieben. Allen Einsendern vielen Dank fürs Mitmachen; der Kalender geht an den Baziblogger. Herzlichen Glückwunsch!
22. Dezember 2011
Es muss mal sein. Aus Gründen.
7. November 2011
Gewiss, es ist kein sonderlich neuer Einfall, skurril anmutende Fußballerfrisuren zu dokumentieren – wenngleich ich zugeben muss, dass die 11 Freunde in ihrem heutigen Newsletter diesbezüglich eine besondere Perle gehoben haben, nämlich die Horror Hair Hall of Fame. Einen Spieler jedoch habe ich in all den schönen Zusammenstellungen stets vermisst, nämlich Egon Köhnen. In meinem allerersten Sammelalbum – Hennes Weisweilers „Deutschland, deine Bundesliga. Das Goldene Buch vom Fußballsport“ aus dem Jahr 1978 – findet sich das oben abgebildete Foto von ihm. Zum „taktischen Geschick“ des „Allround-Spielers“ gehörte es jedenfalls augenscheinlich nicht, sich die Sardellenbrötchenfrisur noch einmal zu richten, bevor der Porträtfotograf auf den Auslöser drückt. Pech für Egon – aber ein echtes Glück für die Nachwelt.
28. September 2011
Noch immer geht es in der Tipprunde phasenweise zu wie auf einem Rangierbahnhof, allerdings scheinen so manche ihre beachtliche Frühform durchaus konservieren zu können – @mymelody beispielsweise grüßt nach einem zwischenzeitlichen zweiten Platz am vierten Spieltag inzwischen sogar von der Tabellenspitze; auch @cofblog erweist sich als überaus konstant. Und mit @ElCobra, @mettskillz, @DopeyDevil und @Bambitou muss man, wie sich gezeigt hat, ohnehin immer rechnen. @Goldhandschuh wiederum – der souveräne Sieger der vierten Runde – würde seinem Lieblingsklub, dem HSV, vermutlich gerne einige Punkte abgeben. @thlink und @sam (Letzterer machte satte 45 Plätze gut) teilen sich derweil den jüngsten Tagessieg. Den hatte zwar @Bonde ursprünglich für sich reklamiert, dann aber vergeigt, weil der amtierende Deutsche Meister den eigentlich bereits verschlossenen Sack in Hannover kurz vor Schluss wieder öffnete. Auf nix und niemanden ist mehr Verlass.
Ein Schalke-Fan bangt derweil um eine Bayern-Anhängerin: „Tippt die @Patschbella eigentlich noch mit? Sehe sie gar nicht mehr auf der ersten Seite. Man macht sich ja Sorgen“, twitterte @Arne1904 am vergangenen Samstag. Die Angesprochene hatte da die Antwort allerdings längst gegeben: „Das hat man davon, wenn man mit dem Herzen tippt“, kommentierte sie ihre derzeitige Ergebniskrise, die aber – so viel darf als sicher gelten – lediglich eine vorübergehende sein wird.
Siebzehn Tipperinnen und Tipper kommen nun übrigens in den Genuss von zehn Bonuspunkten, denn sie haben richtig vorausgesagt, dass Michael Oenning als erster Trainer die Biege machen muss. Soll man da jetzt „Glückwunsch!“ ausrufen? Oder ist das würdelos?
Wie auch immer: Tipp, tipp, hurra und bis nächste Woche!
19. September 2011
Jürgen Kaube in der FAZ über die Debatte, die durch Philipp Lahms Buch Der feine Unterschied – genauer gesagt: durch das, was Bild daraus vorabgedruckt hat – ausgelöst worden ist:
Der Rummel um den Nationalmannschafts-Kapitän, der ein harmloses und durchaus gar nichts enthüllendes Jugendbuch geschrieben hat, wofür er nun mit dem Vorwurf, illoyal zu sein, überzogen wird, ist eine Farce. Es geht allenfalls darum, ob Sportler mehr als jene Phrasen von sich geben dürfen, mit denen die Sportmoderatoren schon zufrieden sind. […]
Die Behauptung ausgerechnet von Medienleuten, man veröffentliche als Fußballspieler keine Interna, das sei unanständig, es gelte im Profisport ein besonderes Gesetz der Ehre und so weiter, ist bloß unfreiwillig komisch. Nicht nur, weil es ja gar keine Interna gab. […]
Wenn es denn ein Tabu im Fußball gibt, selbst über Ex-Trainer nichts mitzuteilen, läge es für Journalisten nicht nahe, nach der Funktion dieses Tabus zu fragen? Des Bundestrainers Wort, es stehe Spielern nicht zu, sich über Trainer öffentlich zu äußern – weshalb wird es nur apportiert und nicht zurückgefragt: Wieso denn? Weshalb darf jeder über Jürgen Klinsmann sagen, dass er kein großes Taktikgenie ist, außer denen, die es am besten wissen? Wieso erträgt das härteste Geschäft als Selbstbeschreibung nur Gemeinplätze, Eigenlob und Titanengequatsche, aber die biedere Abgeklärtheit eines Aktiven nicht einmal dann, wenn sie so verbindlich daherkommt wie bei Philipp Lahm? Aber nein, man mischt lieber mit, als sich zu wundern.
Danke dafür. Aus ganzem Herzen.
1. September 2011