Lizas Logbuch |
Das Tumblelog von Lizas Welt |
Ein paar fragmentarische, unsortierte Gedanken zur Gegenwart und Zukunft meines Lieblingsklubs anlässlich des ernüchternden 0:1 beim FC Basel gestern Abend:
Es kommt mir so vor, dass bei meinem Lieblingsklub mittlerweile vieles Stückwerk geworden ist und dass die Verantwortlichen viel zu stark einem Denken und Handeln verhaftet sind, das vor zehn, zwölf Jahren noch auf der Höhe der Zeit war, heute aber nicht mehr. Zwar wird der FC Bayern durch sein »Festgeldkonto«, auf das mit fast schon penetrantem Stolz immer wieder hingewiesen wird, in den nächsten Jahren vielleicht immer mal wieder in der Lage sein, für einen Kader zu sorgen, der die Deutsche Meisterschaft einfährt. Aber das würde nur verdecken, dass etwas Grundsätzliches im Argen liegt. Und da stinkt der Fisch, wenn ich mich nicht täusche, vom Kopf her.
23. Februar 2012
Kleines Gewinnspiel: Am 20. Dezember 2006, also gestern vor fünf Jahren, schied der FC Bayern mit einem 2:4 bei Alemannia Aachen aus dem DFB-Pokal aus. Für den Torwart der Münchner endete damit eine kleine, aber feine Serie. Welche?
Zu gewinnen gibt es den Fußball-Taschenkalender des Verlags Die Werkstatt. Lösungsvorschläge können bis zum 22. Dezember 2011 um 12.00 Uhr entweder per E-Mail oder via Twitter (@LizasWelt) eingereicht werden. Unter den richtigen Einsendungen wird dann die Gewinnerin bzw. der Gewinner ausgelost. (Dass der viel beschworene Rechtsweg ausgeschlossen ist, versteht sich von selbst.)
21. Dezember 2011
Und hier die Auflösung: Michael Rensing (er stand bei dieser Partie im Tor) verlor erstmals ein Spiel mit den Bayern-Profis; zuvor war er in 16 Einsätzen (zwölf in der Bundesliga, drei im Pokal und einer in der Champions League) unbesiegt geblieben. Allen Einsendern vielen Dank fürs Mitmachen; der Kalender geht an den Baziblogger. Herzlichen Glückwunsch!
22. Dezember 2011
Mein guter Freund Rowlf, the Dog war gestern zu Besuch und übergab mir dieses wirklich reizende Präsent. Ich sag’ nur: Eier, wir brauchen Eier! Wenn Sie wissen, was das heißt.
12. Oktober 2011
Jürgen Kaube in der FAZ über die Debatte, die durch Philipp Lahms Buch Der feine Unterschied – genauer gesagt: durch das, was Bild daraus vorabgedruckt hat – ausgelöst worden ist:
Der Rummel um den Nationalmannschafts-Kapitän, der ein harmloses und durchaus gar nichts enthüllendes Jugendbuch geschrieben hat, wofür er nun mit dem Vorwurf, illoyal zu sein, überzogen wird, ist eine Farce. Es geht allenfalls darum, ob Sportler mehr als jene Phrasen von sich geben dürfen, mit denen die Sportmoderatoren schon zufrieden sind. […]
Die Behauptung ausgerechnet von Medienleuten, man veröffentliche als Fußballspieler keine Interna, das sei unanständig, es gelte im Profisport ein besonderes Gesetz der Ehre und so weiter, ist bloß unfreiwillig komisch. Nicht nur, weil es ja gar keine Interna gab. […]
Wenn es denn ein Tabu im Fußball gibt, selbst über Ex-Trainer nichts mitzuteilen, läge es für Journalisten nicht nahe, nach der Funktion dieses Tabus zu fragen? Des Bundestrainers Wort, es stehe Spielern nicht zu, sich über Trainer öffentlich zu äußern – weshalb wird es nur apportiert und nicht zurückgefragt: Wieso denn? Weshalb darf jeder über Jürgen Klinsmann sagen, dass er kein großes Taktikgenie ist, außer denen, die es am besten wissen? Wieso erträgt das härteste Geschäft als Selbstbeschreibung nur Gemeinplätze, Eigenlob und Titanengequatsche, aber die biedere Abgeklärtheit eines Aktiven nicht einmal dann, wenn sie so verbindlich daherkommt wie bei Philipp Lahm? Aber nein, man mischt lieber mit, als sich zu wundern.
Danke dafür. Aus ganzem Herzen.
1. September 2011
Jupp Heynckes ist längst ein ruhiger und besonnener Zeitgenosse geworden, aber es gibt dann doch noch Journalistenfragen, die ihn nur mühsam die Contenance bewahren lassen. So wie die nach dem angeblichen Aufenthalt von Uli Hoeneß in der Bayern-Kabine während der Halbzeitpause des Qualifikationsspiels zur Champions League zwischen dem FC Bayern und dem FC Zürich gestern Abend. „Der hat nichts in der Kabine gemacht, Junge“ – das Interview hat schon jetzt das Zeug zum Klassiker.
(Mit Dank an @BigEasyMuc fürs Bergen dieser Perle.)
18. August 2011
Kleiner Marketinggag. Weiter nix.
29. April 2011

Was ist der Unterschied zwischen Louis van Gaal und Karl-Theodor zu Guttenberg? Van Gaal hat noch nichts abgeschrieben. Zumindest nicht den deutschen Vereinspokal, in dem der Bayern-Trainer ja quasi als Verteidigungsminister fungiert. Die Schalker leiden derweil bis heute darunter, dass der Herr und Gebieter, nachdem er das Ruhrgebiet erschaffen hatte, euphorisiert ausrief: „Essen ist fertig!“ Also bauten sie die Arena AufVeltins, das Cabrio unter den Bundesligastadien, und schlossen regelmäßig das Verdeck, um dem Allmächtigen die freie Sicht zu nehmen. Der rächte sich unlängst, indem er ihnen einen veritablen Dachschaden zufügte.
In München hingegen kann der Schöpfer allerweil ungehindert ins knallrote Gummiboot gucken, und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn er’s heute Abend nicht täte. Wird er Zeuge werden, wie Arjen Robben neuerlich in einem DFB-Pokal-Halbfinale das Meer teilt? Oder muss er mit ansehen, wie Manuel Neuer unbarmherzig die Pforten verrammelt? Darüber wird – wie schon vor knapp einem Jahr – jedenfalls Protokoll zu führen sein, und zwar just hier, im Live-Ticker auf Lizas Logbuch, ab 20 Uhr. Bis später!
2. März 2011
Gibt’s in keinem Bayern-Fanshop der Welt: die mobile Allianz-Arena en miniature.* Was für ein filigranes, grandioses, vollkommenes Kunstwerk! Die Künstlerin möchte lieber ungenannt bleiben, hat aber einen Twitter-Account. Folgt ihr!
* Für eine Großansicht bitte aufs Bild klicken.
31. Dezember 2010
Vor seiner Katrinmüllerhohensteinisierung hat Oliver Kahn übrigens so geredet wie in diesem Interview. Das geht jetzt natürlich nicht mehr. Schade eigentlich.
29. Oktober 2010
Thomas Müller und Miroslav Klose nach dem EM-Qualifikationsspiel Deutschland – Türkei am 8. Oktober 2010. Epochal.
11. Oktober 2010
Der Club Nr. 12, verantwortlich für eine Reihe von grandiosen Choreografien bei Heimspielen des FC Bayern (wie etwa diese), hat vor dem heutigen Champions-League-Spiel gegen die Roma eine mehr als betrübliche Nachricht:
Wie die Vereinsführung des FC Bayern dem Club Nr. 12 mitgeteilt hat, wurde die für das morgige Champions-League-Heimspiel gegen den AS Rom geplante Fan-Choreografie heute Mittag von der Uefa schriftlich untersagt.
Die geplante Aktion hätte eine Persiflage des berühmten Monty-Python-Klassikers „Life of Brian“ vorgesehen: Die Fans in der Südkurve hätten dazu den Schriftzug „LIFE OF BAYERN“ gebildet, und im unteren Teil der Südkurve wäre das Motto der Aktion „ROMANI ITE DOMUM“ (lateinisch: Römer, geht nach Hause!) zu lesen gewesen.
Auch dieser lateinische Spruch stammt aus dem „Leben des Brian“: Der Titelheld Brian hatte die „romfeindliche“ Parole zunächst grammatikalisch falsch („ROMANES EUNT DOMUS“) an eine Mauer gemalt und wurde dabei von einem römischen Soldaten entdeckt. Zur Verbesserung seiner Lateinkenntnisse musste er daraufhin die grammatikalisch richtige Botschaft („ROMANI ITE DOMUM“) mehrere Dutzend Mal an die Wände Jerusalems malen (siehe Foto).
Als Begründung für das Verbot der Uefa wurde ein angeblich beleidigender Inhalt der Aktion gegen über dem Gastverein und seinen Anhängern angegeben. Da bei einer Zuwiderhandlung eine hohe Geldstrafe, eventuell sogar ein Punktverlust gedroht hätte, sieht sich der Club Nr. 12 gezwungen, die Aktion abzusagen.
Dies ist umso bedauerlicher, da die Vorbereitungen zum aktuellen Zeitpunkt schon beinahe abgeschlossen waren und durch dieses unverständliche Verbot mehrere hundert ehrenamtliche Arbeitsstunden an Vorbereitungszeit sowie ein vierstelliger Eurobetrag für das Material verloren sind.
Man muss es mal so deutlich sagen: Die Uefa ist eine Ansammlung lustfeindlicher, verklemmter Tugendwächter. Den römischen Fan möchte ich sehen, der sich durch diese im besten Sinne des Wortes kreative Aktion ernsthaft beleidigt fühlen würde. Aber die Herren in Nyon sind da politisch ganz besonders korrekt, und das heißt: Es handelt sich bei ihnen um Zwangscharaktere, für die Fußballkultur ein absolutes Fremdwort ist. Platini, go home!
15. September 2010
Nach dem kleinen Battle mit Bonde muss ich dieses großartige Video einfach mal ins Logbuch nehmen. Axel Pätz ist übrigens Hamburger, und Hamburger schätzt man in der Bremer Provinz ungefähr so wie Fußpilz. Kein Grund, ihm nicht zuzuhören – ganz im Gegenteil.
7. September 2010
Wer Scheiß baut, kriegt von mir einen verplättet. Doch im Stillen sage ich mir: Hermann, so was hast du früher auch gemacht. Wir wollen Spieler, die listig sind, auch mal den Ellenbogen raushauen oder die Sohle draufhalten. Die Guten laufen nicht mit dem Gebetbuch rum.
Nach der Lektüre dieses wundervollen Interviews mit dem grandiosen Hermann Gerland konnte ich gar nicht anders, als mein allererstes Sammelalbum (Oh! Ah! Alpia!) aus dem Regal zu ziehen und den Tiger auf den Scanner zu legen. Kämpfertyp. Wohl wahr.
18. August 2010

Fußballer des Jahres ist Arjen Robben vom FC Bayern München. Auf Platz 2 folgt Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern München, auf Platz 3 Thomas Müller vom FC Bayern München, auf Platz 4 Philipp Lahm vom FC Bayern München. Trainer des Jahres ist Louis van Gaal vom FC Bayern München. Aber keine Sorge: Es waren freie Wahlen. Den FC Bayern in seinem Lauf hält nun mal tatsächlich weder Ochs’ noch Esel auf. Sondern allenfalls Inter Mailand. Aber das ist eine andere Geschichte.
8. August 2010
Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, war garantiert nie ein Punker.
6. August 2010