Lizas Logbuch |
Das Tumblelog von Lizas Welt |
»Malte Birrenboim« vom Studio Braun will einen DVD-Player kaufen, aber der muss stichwandgespatet sein und über eine doppelsalbig abgeschnözte Reend verfügen. Und das ist gar nicht so einfach zu vermitteln…
4. März 2013
Leeor Engländer: Eine deutsche Debatte. Alle reden von Jakob Augstein, dabei spricht er nur stellvertretend für viele. Jüdische Allgemeine vom 10. Januar 2013.
10. Januar 2013
Erneut eine grandiose Aktion des AC Milan, nachdem die Mannschaft infolge rassistischer Beleidigungen gegen Kevin-Prince Boateng im Testspiel beim Viertligisten Pro Patria bereits geschlossen den Platz verlassen hatten. Props, credits und allen Respekt dieser Welt! (Foto via Matt Barker.)
Di nuovo una azione eccezionale del Milan, dopo che la squadra lasció il campo nella partita amichevole contra il Pro Patria per insulti razzisti nei confronti di Kevin-Prince Boateng. Props, credits é con tutto il rispetto del mondo!
Herzlichen Dank für die Übersetzung an @LLcurly von der Gazzetta di Kalk.
6. Januar 2013
Nick Hornby: Epilog.
16. Dezember 2012
Bislang unveröffentlichte Ausschnitte aus dem Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft des Jahres 1932 zwischen dem FC Bayern München (weiße Trikots) und Eintracht Frankfurt. Das Spiel fand am 12. Juni 1932 im Städtischen Stadion Nürnberg statt und endete 2:0. Es war der erste Deutsche Meistertitel für den heutigen Rekordmeister und das letzte Meisterschaftsendspiel vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.
Das Filmmaterial entstammt dem Nachlass der vor den Nazis nach New York geflohenen Frankfurter Bildhauerin Erna Weill (1904–1996) und ist beim Leo-Baeck-Institut in New York archiviert. Auf der Video-Plattform »Vimeo« findet sich eine kürzere Fassung des Bildmaterials zum Spiel; dort fehlt aber beispielsweise das hier bei 2:14 zu sehende Elfmetertor zum 1:0 für den FC Bayern durch Oskar »Ossi« Rohr (weshalb ich mir erlaubt habe, das gesamte vorliegende Rohmaterial zum Spiel zusammenzuschneiden und hochzuladen). Im auf »Vimeo« veröffentlichten Text zu den Videosequenzen heißt es:
In 1932, FC Bayern München faced Eintracht Frankfurt in the German Championship football match on June 12, 1932 at the Städtisches Stadion in Nuremberg. The game was a repeat of the southern-German title game that spring, in which Eintracht Frankfurt won 2:0. Munich turned the tables on Frankfurt to win their first German title 2:0.
At the time, FC Bayern München’s president was Kurt Landauer, a Jewish entrepreneur who had played for the club in his youth. Landauer was a pioneer in the professionalization of German football, which made him and his club a special target for the Nazis, who pursued an explicit policy for the re-amateurization of sports. Forced to resign in 1933 and arrested and deported to Dachau in 1938, Landauer emigrated and spent the war years in Switzerland. In 1947, he returned to Munich for a third tenure as the President of FC Bayern München.
This film, shot on 16mm reels, is in the archival collection of Erna Weill at Leo Baeck Institute. Weill, Erna, (1904-1996) was a sculptor from Frankfurt, Germany who studied with August Rodin and emigrated to New York to escape persecution by the Nazi regime.
The EAD finding aid for the Erna Weill Collection is online at: http://bit.ly/T29M3L
Einige biografische Angaben zu Erna Weill (zu finden auf der Website des Leo-Baeck-Instituts):
Erna Weill née Helft was born in 1904 in Frankfurt am Main. She studied sculpture with Helene von Beckerath, a student of August Rodin, at the University of Frankfurt. She married the chemist Ernst Weill, and the couple had two children: Peter Weill, born in 1926, followed two years later by Ruth Weill. The family fled Germany in 1936 for Switzerland, and immigrated to the United States in 1937. Erna Weill stayed in the New York City area, where she worked as a sculptor and art teacher. Next to busts of various famous people, her sculptures were connected to the American Civil Rights Movement and the world of Judaism. In addition to working as an art teacher in public schools, she also had her own art school where she applied progressive teaching methods. Erna Weill died in 1996.
Statistische Daten zum Spiel:
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)
Datum: 12. Juni 1932
Stadion: Städtisches Stadion, Nürnberg
Zuschauer: 55.000
Schiedsrichter: Alfred Birlem (Berlin)
Tore: 1:0 Rohr (36., Elfmeter), 2:0 Krumm (75.)
FC Bayern München: Josef Lechler – Konrad Heidkamp, Sigmund Haringer – Ernst Nagelschmitz, Ludwig Goldbrunner, Robert Breindl – Josef Bergmaier, Franz Krumm, Oskar Rohr, Hans Schmid, Hans Welker; Trainer: Richard »Dombi« Kohn
Eintracht Frankfurt: Ludwig Schmitt – Franz Schütz, Hans Stubb – Rudolf Gramlich, Bernhard Leis, Hugo Mantel – Fritz Schaller, Theodor Trumpler, Karl Ehmer, Walter Dietrich, August Möbs; Trainer: Paul Oßwald
14. Oktober 2012
Choreografie beim Spiel des FC Bayern München gegen Mainz 05 zu Ehren der ersten Meisterschaft des FC Bayern im Jahr 1932. [via]
24. September 2012
Thierry Chervel: Das Schweigen der Medien, Perlentaucher vom 18. September 2012.
18. September 2012
Ein Ohrwurm from hell, ohne Zweifel: das »Bayern-Menuett«, im Jahre 1980 aufgenommen von den – da perlt der Wortwitz – »Viel-Harmonikern«. »Deutsch-Vaudeville auf der Basis eines Menuetts von Luigi Boccherini«, heißt es im Booklet zur CD »Spitzenreiter! 22 goldene Fußballklassiker«, auf der sich dieser Song befindet; »vorgetragen im Stil der mittleren Comedian Harmonists, angewandt auf die mittleren Bayern kurz vor dem Mittelalter des deutschen Fußballs«. Ja, so könnte man das sagen. Die arme Lieselotte.
4. September 2012
Zvi Zamir, von 1968 bis 1974 Direktor des Mossad, in der sehenswerten ARD-Dokumentation »München 1970. Als der Terror zu uns kam« von Georg M. Hafner.
18. Juli 2012
Henryk M. Broder: Dem Polenz seine Patienten.
3. Juli 2012
[via Johann Jacoby]
29. Juni 2012
8. Juni 2012
Ein paar fragmentarische, unsortierte Gedanken zur Gegenwart und Zukunft meines Lieblingsklubs anlässlich des ernüchternden 0:1 beim FC Basel gestern Abend:
Es kommt mir so vor, dass bei meinem Lieblingsklub mittlerweile vieles Stückwerk geworden ist und dass die Verantwortlichen viel zu stark einem Denken und Handeln verhaftet sind, das vor zehn, zwölf Jahren noch auf der Höhe der Zeit war, heute aber nicht mehr. Zwar wird der FC Bayern durch sein »Festgeldkonto«, auf das mit fast schon penetrantem Stolz immer wieder hingewiesen wird, in den nächsten Jahren vielleicht immer mal wieder in der Lage sein, für einen Kader zu sorgen, der die Deutsche Meisterschaft einfährt. Aber das würde nur verdecken, dass etwas Grundsätzliches im Argen liegt. Und da stinkt der Fisch, wenn ich mich nicht täusche, vom Kopf her.
23. Februar 2012
20 Prozent der Deutschen sind laut einer vom Bundestag in Auftrag gegebenen und von einer »Expertenkommission« durchgeführten Studie latent antisemitisch. Und da fragt man sich doch, auf welchen Erkenntnissen diese Zahl eigentlich basieren soll. Denn bereits ein Blick auf das obige Schaubild (zu finden in der besagten Studie auf Seite 55; zur Vergrößerung auf die Grafik klicken) macht deutlich, dass es ganz erheblich mehr sind. 38,4 Prozent der Deutschen vertreten demnach die Ansicht: »Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.« 39,5 Prozent glauben: »Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen.« Und gar 57,3 Prozent meinen: »Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser.« Wer angesichts dessen von »nur« 20 Prozent Antisemiten ausgeht, hat definitiv nicht kapiert (oder will nicht kapieren), was Judenhass überhaupt ist und wie er sich äußert.
Deutlich näher an der Wirklichkeit ist da schon die Titanic:
Antisemitische Einstellungen sind in der deutschen Gesellschaft immer noch verankert: Zu diesem Ergebnis kommt ein Expertenkreis im Auftrag des Bundestages. Etwa 20 Prozent der Deutschen sind demnach »latent antisemitisch«. Die übrigen 80 Prozent will man beim nächsten Mal befragen – wahrscheinlich wird sich aber ohnehin bestätigen, daß solche Studienergebnisse in der Regel von Juden manipuliert sind, nicht wahr?
24. Januar 2012